2026-05-02
Ein Modell, das die sportliche Eignung von Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren aus wissenschaftlichen Messungen abliest. Es wurde erstmals in Şırnak angewendet.

Diese Arbeit befasst sich mit der Einbindung künstlicher Intelligenz in die Talentsichtung im türkischen Sport. Mit einem neuen, von der Akademie für Ideen der Künstlichen Intelligenz (YAFA) entwickelten Modell soll die sportliche Eignung von Kindern im Alter von 5 bis 12 Jahren durch wissenschaftliche Tests und Messungen bestimmt werden.
YAFA verarbeitet mit KI-gestützten Algorithmen mehrdimensionale Daten: sportartspezifische technische Fertigkeitstests, Messungen der visuellen und auditiven Reaktion, anthropometrische und motorische Analysen. Ziel ist es, die Auswahl der Athleten objektiver und fairer zu machen. Das System wurde erstmals in der Provinz Şırnak angewendet. Es gilt als das erste KI-basierte Modell zur Athletensichtung in der Türkei, das mit einheimischen Algorithmen entwickelt wurde.
Fähigkeiten früh zu erkennen ist entscheidend für die Entwicklung des Sports und für eine ernsthafte Erweiterung des Talentpools. Die Grenzen traditioneller Methoden machten es unumgänglich, Technologie in diesen Bereich einzubringen.
Das Modell analysiert mehrere Datensätze mit künstlicher Intelligenz, die von erfahrenen Trainern für jede Altersgruppe festgelegt wurden. Sportartspezifische technische Tests wenden Übungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad je Sportart an. Messungen der visuellen und auditiven Reaktion erfassen, wie schnell Kinder auf Umweltreize reagieren. Anthropometrische Messungen bewerten Größe, Gewicht sowie Arm- und Beinlänge. Die Leistungsverfolgung zeigt die Entwicklung von Ausdauer, Schnelligkeit und Gleichgewicht über die Zeit.
All diese Daten werden mit Bildverarbeitung und KI-Algorithmen ausgewertet, und die für jedes Kind am besten geeignete Sportart wird objektiv bestimmt.
Das Pilotprojekt in Şırnak: Der erste Schritt des Projekts wurde in Zusammenarbeit mit der Internationalen Talentsucher-Fußballakademie (UYAFA) in Şırnak durchgeführt. Bei den Sichtungen im Stadtstadion von Şırnak vom 11. bis 15. November durchliefen rund 5.000 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren die Vorauswahl; 128 von ihnen wurden für die Phase der Datenerhebung als geeignet befunden. Der Prozess wurde von Bahtiyar Can Vanlı koordiniert, einem erfahrenen Trainer, der mit der türkischen Nationalmannschaft gearbeitet hat.
Die erhobenen Daten werden nicht nur innerhalb der Türkei, sondern auch mit gleichaltrigen Athleten im Ausland verglichen, wodurch sich das Potenzial eines Kindes auf internationalem Niveau einordnen lässt. Die Ergebnisse unterstützen sowohl die individuelle Entwicklungsverfolgung als auch den Aufbau eines wissenschaftlich fundierten Auswahlsystems für Vereine.
Das System zielt zudem auf Chancengleichheit, indem es Kinder in ländlichen Gebieten erreicht, und darauf, Vetternwirtschaft und subjektive Auswahl im traditionellen, vereinsbasierten Scouting zu beseitigen.
Das in Abstimmung mit dem Ministerium für Jugend und Sport sowie dem türkischen Fußballverband entwickelte Modell soll landesweit ausgeweitet werden. Die Zusammenarbeit mit Vereinen, Unternehmen und Business Angels im In- und Ausland stützt seine Fortführung. In diesem Sinn ist das Modell nicht nur ein Sichtungssystem: Es ist ein umfassendes Transformationsprojekt, das der türkischen Athletensuche einen wissenschaftlichen, KI-basierten Ansatz gibt.
Aus dem türkischen Original übersetzt. Die Übersetzung wurde von der Stiftung noch nicht bestätigt.